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Megatrend Mobilität & Infrastruktur

Aktualisiert: 21. Aug. 2025

Große Zweifel sind erlaubt, wenn in der Trendanalyse Weilheim 2046, der Initiative Wir-In-Weilheim, an der ich im späten Frühjahr dieses Jahres mitgearbeitet habe, behauptet wird, die Mobilitätsansprüche der Weilheimer würden sich vom Auto hin zum Umweltverbund verlagern. Auf dem Land bleibt das Auto das wichtigste Fortbewegungsmittel. Dennoch könnte es zunehmend seinen weit verbreiteten Stellenwert als unverzichtbare Familienkutsche verlieren. Anschaffung und Unterhalt sind kostspielig, Parkplätze werden sowohl zu Hause als auch am Zielort benötigt, und meist steht das Fahrzeug ungenutzt herum.


Individuelle Mobilität mit vergleichbarem oder höherem Komfort kann auch durch Dienstleistungen erreicht werden, die ohne Autoeigentum und die damit verbundenen Kosten und Probleme auskommen. Das klassische Taxi gibt es auch in Weilheim. Moderne Varianten wie Uber und Freenow, die flexibler, oft günstiger und komfortabler sind, bleiben dagegen bisher auf Großstädte beschränkt. Auch Carsharing als breit akzeptierter Service funktioniert derzeit nur dort. [Anmerkung: Gemeint sind sogenannte Freefloating-Carsharingangebote, bei denen man jederzeit ein freies Auto in der Nähe finden, innerhalb eines vordefinierten Gebietes bewegen und an beliebigem Ort abstellen kann ]


Dennoch spricht vieles dafür, dass solche Mobilitätsangebote zunehmend in den ländlichen Raum vordringen und neue Möglichkeiten für Weilheim schaffen. So könnte etwa die Nachfrage nach Parkplätzen in der Innenstadt an Bedeutung verlieren.

Ridepooling - autonom
Ridepooling - autonom

Der Trend geht hin zu bedarfsorientierten Mobilitätsdiensten. Dies bietet auch Chancen für den ÖPNV, der in seiner bisherigen, starren und teuren Form auf dem Land oft scheitert. Ridepooling-Lösungen wie Rufbusse funktionieren on-demand, sind weniger flexibel als Taxis oder Uber, dafür aber günstiger, da Fahrten mit anderen Passagieren geteilt werden. Solche Dienste werden im ländlichen Raum zunehmend zusammenwachsen.


Autonom fahrendes Auto
Autonom fahrendes Auto

Derzeit gelten Alternativen zum Autoeigentum als teuer, da die Kosten für Fahrer anfallen. Doch autonomes Fahren ist längst keine Science-Fiction mehr – in US-Großstädten ist es bereits Realität. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieser Trend auch deutsche Städte und schließlich ländliche Regionen erreicht. Dann werden nicht nur Parkplatzprobleme abnehmen, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr steigen.



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