Stadtentwicklung in Weilheim - Bürgerdialog
- Morten Faust
- 7. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Zum Jahresausklang 2025 lud die FDP Weilheim-Pfaffenwinkel erneut zum Bürgerdialog in das FreiRaum ein. Im Mittelpunkt des Abends standen Fragen der Stadtentwicklung sowie des Bauens und Wohnens in Weilheim. Als Referentin berichtete die langjährige Stadt- und Kreisrätin Saika Gebauer aus ihrem umfangreichen Erfahrungsschatz in der Kommunalpolitik.

„In Weilheim steckt die Stadtentwicklung seit Jahren fest. Von den zahlreichen Konzepten – einschließlich des ISEK – wird kaum etwas umgesetzt“, kritisierte die ehemalige Stadträtin. Entsprechend lebhaft diskutierten die Gäste darüber, wie und in welche Richtung sich Weilheim künftig entwickeln soll.
Gebauers Nachfolger im Stadtrat, Matthias Türmer, verwies auf den wachsenden Druck durch den Großraum München: „Angesichts dieser Dynamik müssen wir neuen Wohnraum schaffen.“ Dies sei nur durch einen Dreiklang aus Nachverdichtung, Aufstockung und maßvollem Wachstum nach außen möglich.
Bürgermeisterkandidat Morten Faust brachte die notwendige Entlastungsstraße der B2 in die Diskussion ein: „Wenn wir das Wachstum der Stadt zusammenhängend mit einer unterirdischen Umfahrung denken, eröffnen sich Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung Weilheims, für neuen und bezahlbaren Wohnraum sowie für eine ökologische Aufwertung des Stadtgebiets.“

Einigkeit bestand unter den Liberalen darüber, auf kommunalpolitischer Ebene die Möglichkeiten von Einheimischenmodellen wieder stärker in den Blick zu nehmen. Kritisch sah man hingegen die Sozialgerechte Bodennutzung (SoBoN), die nach Ansicht der FDP eher Umverteilung auf einkommensstarkem Niveau bewirke, als tatsächlich sozial zu sein.
Bausachverständiger Dr. Ralf Gebauer sprach sich für günstigeres Bauen aus und setzte dabei große Hoffnungen auf den neuen Gebäudetyp E. „Normen und Anforderungen sind in den letzten Jahrzehnten dramatisch gestiegen, die Baukosten explodiert. E steht für einfach. Dieser Gebäudetyp, noch von der Ampelregierung angestoßen, kommt hoffentlich bald und ist eine echte Chance für kostengünstigeres Bauen“, so Gebauer


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